Qualifizierung von KiTas

Viele Bestandsimmobilien sind mehr als 50 Jahre alt und entsprechen insofern nicht den modernen Gebäudestandards, gleichzeitig ist ein Sanierungs- und Modernisierungsbedarf geboten. Im Rahmen der Qualifizierung von Kindertageseinrichtungen sollen diese Bedarfe aufgedeckt und die Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit der Gebäude durch entsprechende bauliche Maßnahmen sichergestellt werden. Unter Qualifizierung wird in diesem Kontext die Optimierung des Raumprogramms von Bestands-KiTas verstanden. Das Ziel ist es, die Häuser sowohl optisch zu modernisieren als auch konzeptionell neue Möglichkeiten zu schaffen.

Für die Optimierung der bestehenden Immobilien werden drei wesentliche Aspekte fokussiert: Sicherheit, Optik und pädagogische Nutzung. Um die Sicherheit für Kinder und Mitarbeitende weiterhin und langfristig garantieren zu können, müssen beispielsweise Brandschutzvorgaben eingehalten und Fensterscheiben mit Sicherheitsglas ausgestattet werden. Optische Maßnahmen umfassen unter anderem die Wandgestaltung mit entsprechendem Farbkonzept oder die Ausstattung mit neuen Fußbodenbelägen. Die optischen Veränderungen werden stets im Hinblick auf die daraus resultierenden konzeptionellen Möglichkeiten umgesetzt. In der Kindertageseinrichtung ist der pädagogische Nutzen maßgeblich. Dafür ist es notwendig, flexible Räume zu schaffen und eine Transparenz zu gewährleisten. Der Einbau von mobilen Trennwänden und Bullaugen ist eine mögliche Maßnahme, um Räume offener gestalten zu können und eine gemeinsame Nutzung dieser zu ermöglichen. Durch die gewonnene Offenheit soll die Kreativität angeregt und Barrieren abgebaut werden. Doch nicht nur das Raumprogramm selbst, sondern auch die Integration von spielerischen Angeboten ist im Zuge der Qualifizierung maßgeblich. Waschräume sind nicht länger nur funktionale Zweckbauten, sondern werden für die pädagogische Arbeit nutzbar gemacht und als Wasser-Erlebnisraum gestaltet, indem die Duschen beispielsweise mit wasserlöslichen Farben bemalbar sind.

Um die ausgearbeitete Immobilienstrategie bewerten zu können, werden zunächst Erfahrungswerte in Pilotprojekten gesammelt, um auf Basis dieser Erkenntnisse Korrektur- und Verbesserungsmaßnahmen einzuleiten. Wie die beschriebenen Maßnahmen zur Optimierung des Raumprogramms aussehen können, wird in drei Duisburger KiTas in Bestandsgebäuden erprobt. Die Kindertageseinrichtungen „Christus unser Friede“, „St. Peter und Paul“ sowie „St. Joseph (Mitte)“ werden ab Ende September 2020 im Rahmen der Qualifizierung umgestaltet und entsprechend der Vorgaben zur Sicherheit, Optik und pädagogischen Nutzung umgebaut.

Hier finden Sie die Pressemitteilung zur Modernisierung der Duisburger KiTas vom 18. November 2020.

Das weitere Vorgehen und auch die zukünftigen Ergebnisse werden an dieser Stelle regelmäßig aktualisiert.